Deutsche Elf
Die Mannschaft
Sportilla. Joachim Löw hat in Vorbereitung auf die Fußball-WM 2010 in Südafrika einen Generationswechsel in der deutschen Elf vollzogen. Das Team um die verbliebenen Führungsspieler Michael Ballack und Miroslav Klose ist geprägt durch eine neue Generation, zu der Spieler wie Simon Rolfes oder Mesut Özil zählen.
Die deutsche Nationalmannschaft spielt effizient, verlässlich und sie bewahrt auch gegen große Gegner einen kühlen Kopf. Optimale Voraussetzungen also, um die Weltmeisterschaft 2010 (WM 2010) in Südafrika erfolgreich zu bestreiten. Mit ihrer Spielweise ist sie zum Sinnbild der Spielphilosophie von Joachim „Jogi“ Löw geworden. Das heutige Bild der deutschen Elf ist das Resultat des radikalen Umbaus der Mannschaft, der unmittelbar nach dem Ende der Fußballeuropameisterschaft 2008 (EURO 2008) begann. Insgesamt neun Spieler aus dem EM-Kader sind im aktuellen Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft nicht mehr dabei. Beim Neuaufbau des deutschen Teams bewies Löw immer auch große Experimentierfreude: Seit seinem Amtsantritt hat Löw mehr als 30 Neulinge im Trikot der Nationalmannschaft getestet. Und bis zum Beginn der WM 2010 in Südafrika werden wohl noch so einige dazu kommen. Gegen alle Widerstände aus dem DFB sowie den Vereinsführungen hat Löw so den Kader nahezu vollständig umstrukturiert.
Dabei ging Löw sogar soweit, arrivierte Stars wie zum Beispiel Christoph Metzelder oder Torsten Frings nicht erneut in die deutsche Nationalmannschaft zu berufen. Und das obwohl die deutsche Elf die EURO 2008 als Vize-Europameister verlassen hat und sich lediglich Spanien geschlagen geben musste, das sich nach anfänglichen Schwächen für alle Teams der EURO 2008 in der damaligen Form als zu spielstarker und nahezu unbezwingbarer Gegner präsentierte. Trotz des Erfolgs war für Löw der richtige Zeitpunkt gekommen, um einen Generationswechsel zu vollziehen. Spieler wie Simon Rolfes, Mesut Özil oder Marko Marin sorgten von da an für spielerische Kreativität. Auch wenn ihnen noch die nötige Konstanz im einen oder anderen Länderspiel fehlte, haben sie ihr Potential bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Schlüssel zum Erfolg wird es sein, dass die deutsche Nationalmannschaft dieses spielerische Potential entfaltet und in eine konstante Turnierleistung ummünzt.
Dabei hat die deutsche Nationalmannschaft, historisch betrachtet gute Karten. Denn wer, wenn nicht Deutschland, gilt in der Fußballwelt als die Turniermannschaft schlechthin. Und das hat gute Gründe: Seit der WM 1954 hat die deutsche Elf bei allen folgenden Weltmeisterschaften immer mindestens das Viertelfinale erreicht. Kein anderes Nationalteam kann eine solch makellose Bilanz aufweisen. Selbst Fußballriesen wie Argentinien oder Frankreich mussten das eine oder andere Mal früher die Heimreise von einer Weltmeisterschaft antreten. Diese Konstanz und der Blick auf die historischen Erfolge tragen zum Selbstbewusstsein des deutschen Teams bei internationalen Turnieren bei. Zugleich ist sie auch eine Bürde: Denn die Erwartungshaltung der deutschen Fans sowie der DFB-Verantwortlichen ist hoch. Nach dem Sieg über Russland und der damit erreichten Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 (WM 2010) ist es denn auch erklärtes Ziel von Löw und seinem Team bei der WM 2010 einen WM-Titel zu holen. Für den dreifachen Welt- und Europameister wird es nach einer langen, titellosen Durststrecke mal wieder Zeit. Und nicht nur das: Das gesteckte Ziel scheint durch aus realistisch. Immerhin wurde Deutschland bei der WM 2002 Vizeweltmeister und bei der WM 2006 Dritter. Jedes Mal war der Titel nicht nur scheinbar sondern auch faktisch sehr nahe.
(Redaktion)
Tags:- Fußball-WM 2010 Südafrika
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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Dieter Schütz / Pixelio.de
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