Gerd Müller
Gerd Müller - der unvergessene Bomber der Nation
Sportilla. Gerd Müller lieferte Torrekorde am laufenden Band. Und er sorgte dafür, dass die Rückennummer 13 zur Legende wurde.
Um sich dem phänomenalen Gerd Müller zu nähern, lässt man am besten Zahlen sprechen. 68 Tore in 62 Länderspielen, und damit eine Quote von 1,097 Treffern je Spiel. 365 Tore in 427 Bundesligaspielen, noch immer liegt der Quotient bei satten 0,85. 40 Treffer in einer Bundesligasaison sind ebenso Rekord, und seine 14 Treffer bei zwei WM-Turnieren waren lange unerreicht. Nur Ronaldo ist inzwischen an Gerd Müller vorbeigezogen.
Kleines dickes Müller. Der Bomber der Nation. Einerseits eine nette Liebeserklärung an den geborenen Nördlinger, andererseits die Umschreibung seiner Qualitäten, dank derer Deutschland Welt- und Europameister wurde. Auf engstem Raum den Ball annehmen, abschirmen, kurze Drehung, Schuss und Tor. Das war Gerd Müller. Der dafür weiß Gott nicht immer in bester Position zum Tor stand, sondern quasi aus allen Ecken und Winkeln draufhielt. Spezialität Nummer zwei: die Abstaubertore. Diesen untrüglichen Torriecher, dieser Instinkt dafür, wo der Ball Sekundenbruchteile später landen wird, auch das war Gerd Müller in einer einmaligen Art und Weise.
Die 13 – für die einen die Zahl zum großen Glück, für andere mit rabenschwarzem Pech beklebt. Vor Müller hatte Max Morlock beim Wunder von Bern die 13 übergestreift, nach Müller folgten Uwe Reinders sowie Karl-Heinz Riedle. Auch „Tante Käthe“ Rudi Völler trug die 13, bevor Michael Ballack über lange Jahre die ominöse Zahl besetzte.
Vielleicht hätte Ballack früher umsteigen sollen, in Sachen WM brachte die 13 ihm kein Glück. 2002 verpasste er das Finale, im Halbfinale sah er seine zweite Gelbe Karte und musste beim Finale zuschauen. 2006 reichte es nur bis ins Halbfinale, und 2010 nahm eine Verletzung Ballack von vornherein aus dem Turnier.
Die 13 war also wieder zu vergeben, und wenn man einen Müller, Thomas nämlich, dabei hat, dann liegt es doch nahe, ihn damit einzukleiden. Obwohl die älteren Spieler zuerst wählen durften, blieb am Ende die 13 für Thomas Müller übrig. Namensvetter, gleiche Trikotnummer, und torgefährlich: viele Gemeinsamkeiten, auch wenn Thomas Müller nicht der klassische Mittelstürmer ist. Für ein Tor ist er immer gut, und wenn die 13 als Glückszahl das ihrige dazu beiträgt, sollte es ihm recht sein.
(Redaktion)
Tags:- Gerd Müller
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