04.04.2010  13:42 Uhr

Durban
Durban, WM 2010

Sportilla. Durban ist einer der insgesamt neun Spielorte bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika. Die deutsche Elf wird in Durban ihr Auftaktspiel bei der WM 2010 in Südafrika bestreiten. Deutschland gegen Australien lautet die Partie, die am 13. Juni 2010 um 20.30 Uhr im Stadion von Durban angepfiffen wird.

Das neue WM-Stadion wird eine der Attraktionen in und um den WM-Austragungsort Durban sein. Durban liegt an der Ostküste von Südafrika, direkt am indischen Ozean. Zusammen mit den benachbarten Gemeinden vereint sie sich zum Regierungsbezirk namens eThekwini metropolitan municipality. Mit weit mehr als drei Millionen Einwohnern ist Durban hinter Johannesburg die zweitgrößte Stadt Südafrikas.

Auf Grund seiner direkten Lage am indischen Ozean hat sich Durban zu einer der wichtigsten Industrie- und Hafenstädte Afrikas entwickelt. Nicht umsonst beheimatet Durban den größten Hafen des schwarzen Kontinents. Durch den wirtschaftlichen Erfolg der Zuckerrohrindustrie, die sich insbesondere in und um Durban entwickelt hat, wurde der Hafen von Durban zum größten Umschlagsplatz für Zucker, zum sogenannten Sugar Terminal.

Neben seiner Bedeutung innerhalb des weltweiten Warenverkehrs hat sich Durban auch vor Ort weiter entwickelt. Der Tourismus hat sich in den letzten Jahren verstärkt entwickelt, nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass sich Durban als DAS Tagungs- und Kongresszentrum in Südafrika etabliert hat.

Eine ideale Voraussetzung, um den Besuchern von Durban auch während der Fußball-WM 2010 die nötige Unterhaltung gepaart mit der richtigen Portion an Komfort zu bieten. Hinzu kommen die idealen klimatischen Bedingungen: Durban bietet durchschnittlich rund 300 Tage Sonne pro Jahr. Vor der Haustür der Stadt liegen kilometerlange, weiße Strände. Das Meer ist angenehm warm und bietet wegen des Wellengangs gute Bedingungen für das Wellenreiten. Diese als Golden Mile bezeichnete, ausgedehnte Strandpromenade gleicht einem Vergnügungspark: Einkaufszentren, Swimmingpools, Jahrmärkte, exotische Restaurants, Bars, Nachtclubs, Sea World und nicht zuletzt die zum Teil direkt am Strand gelegenen Hotels und Apartmenthäuser wechseln einander ab und bieten den Touristen auch während der Fußball-WM 2010 die nötige Unterhaltung über die WM-Spiele hinaus.

Gegründet wurde Durban im Jahr 1835, wobei der Name der Stadt auf den damaligen Kap-Gouverneur Sir Benjamin D`Urban zurückgeht. Aber auch schon vor seiner Gründung gab es in der Region in und um das heutige Durban Ansiedlungen. Bereits im Jahr 1497 machte der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama zu Weihnachten in der Bucht des heutigen Durban Halt, weswegen er die Bucht auch als Terra do Natal (Weinhachtsland) bezeichnete. Da es zu dieser Zeit allerdings andere, weitaus besser ausgebaute Häfen und Siedlungen in Afrika gab, schlummerte die Entwicklung des heutigen Durban mehr als 300 Jahre lang. Erst im Jahr 1824 entwickelte sich die erste richtige Siedlung mit dem Namen Port Natal. Sie wurde durch Kaufleute der britischen Kap-Kolonie gegründet. Mit dem Aufschwung der Zuckerrohrindustrie gegen Ende des 19. Jahrhunderts, begann auch die Erfolgsgeschichte des heutigen Durban.

Mit dem Aufschwung der Zuckerrohrindustrie wanderten immer mehr zumeist indische Gastarbeiter nach Südafrika ein, um vor allem in der Region des heutigen Durban auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Viele Gastarbeiter blieben auch nach dem Ende ihrer Arbeitsverträge in Südafrika und arbeiteten in anderen Berufszweigen weiter, weswegen die Hälfte der Einwohner Durbans die Nachfahren indischer Einwanderer sind. Dass heutige Durban ist deswegen stark durch den indischen Einfluss der Einwanderer geprägt. Überall finden sich indische Märkte und Moscheen, die maßgeblich zum multi-kulturellen Charakter der Stadt beitragen.


 

(Redaktion)

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